Beim WÖHLER-Versuch werden auf verschiedenen Spannungshorizonten mit einstufiger Nennspannungsschwingbreite ??N und vorgegebenem Beanspruchungsverhältnis (?m = konst. oder R = konst.) mehrere Schwingversuche durchgeführt und die Schwingspielzahl N bis zum definierten Versagen ermittelt. Da die Versuchsergebnisse sehr großen Streuungen unterliegen, wird bei der Auswertung angenommen, dass die Logarithmen der Versuchsergebnisse (?sN und N) durch eine Gaußsche Normalverteilung erfasst werden können. In der Regel wird eine Überlebenswahrscheinlichkeit PÜ von 95% festgelegt, die bezüglich der Auswertung der Versuchsergebnisse an eine bestimmte Vertrauenswahrscheinlichkeit gebunden ist.

Im Allgemeinen wird das Wöhler-Diagramm in folgende drei Bereiche unterteilt:

  • Kurzzeitfestigkeit (Low Cycle Fatigue, LCF):         Bereich für N < 104
  • Zeitfestigkeit:                                                        Bereich zw.  N = 104 bis 107
  • Dauerfestigkeit (High Cycle Fatigue, HCF):           Bereich für N > 107

Die SKI Ingenieurgesellschaft besitzt Möglichkeiten, um Schweißverbindungen und Schraubenverbindungen bis in den Giga-Cycle-Fatigue Bereich (GCF) zu testen, d.h. bis zu 109 Schwingspielen mit konstanter oder variabler Amplitude.